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Unsere DNA

Hier findest Du unsere DNA, nach der wir handeln und arbeiten. Hier wollen wir Dir näher bringen, was uns motiviert dieses Projekt auf die Beine zu stellen und damit auch den Samen für eine neue Gesellschaft in die Welt zu pflanzen.

Einmal kurz und knackig…

Die
Herausforderung

Unsere Wirtschaft und Wohlstand basieren auf der Ausbeutung anderer  Gesellschaften und der Natur. Dadurch ist unsere Lebensgrundlage und der Frieden der
Welt gefährdet.

Die
Lösung

Ganzheitlich nachhaltige Ansätze sind gefragt, um ein friedliches Zusammenleben auf unserem Planeten zu sichern. Eine Gesellschaft geprägt von Solidarität, Vertrauen, Wertschätzung muss entstehen.

Die
Umsetzung

Mit solidarisch betriebenen Zentren einen nachhaltigen Lebensstil schon jetzt ermöglichen, Menschen zusammen bringen, Lösungen auf regionaler Ebene schaffen und zum Mitmachen anregen.

Und für alle, die mehr Zeit mitbringen…

Die Herausforderung

Die Situation

Die Industriegesellschaften haben ihren auf der Prämisse der Wachstums- und Gewinnmaximierung erzielten Wohlstand auf Kosten der weniger entwickelten Gesellschaften und zu Lasten der Umwelt aufgebaut. Die negativen Auswirkungen zerstören deren soziale Strukturen, belasten die Beziehungen zwischen den Nationen und die (globalen) Handels- und Geschäftsbeziehungen, ignorieren den Umweltschutz und gefährden den Frieden in der Welt.

Die Erkenntnis

Ein menschenwürdiges Leben für alle in einer intakten Natur auf einem friedlichen Globus ist nur möglich, wenn wir die Ressourcen nachhaltig, im Interesse und zum Wohle aller einsetzen. Mediale Berichterstattung, der gesellschaftliche Diskurs und die bisherigen Reaktionen der Politik sind unzureichend. Für dauerhafte Erfolge ist eine Änderung unserer Lebensweise und die Übernahme von Verantwortung für unsere Konsumentscheidungen erforderlich.

Die Probleme

Der Weg in eine nachhaltige Gesellschaft muss vor allem zwei große Hürden nehmen:
1. Unsere Bequemlichkeit und Ansprüche
Wir haben uns in den von Wohlstand und Wachstum geprägten Jahrzehnten einen Lebensstil angewöhnt, der Bequemlichkeiten zur Selbstverständlichkeit hat werden lassen. Eine globale Wirtschaft macht alles zu (fast) jeder Zeit verfügbar. Das Verlassen dieser Komfortzone wird als Verzicht und damit als Einschränkung der Lebensqualität empfunden.
2. Fehlende Infrastruktur
Der Zeitaufwand für die Aneignung von Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltige Produkte ist enorm. Deren Beschaffung wird durch ein geringes bzw. fehlendes Angebot zusätzlich erschwert. Konventionelle Produkte stehen in einer überflüssigen Vielfalt in einem oder wenigen Geschäften zur Verfügung. Für die Versorgung mit nachhaltigen Produkten muss man meist mehrere Stationen anfahren oder online einkaufen. Dieser Zeitaufwand ist für viele angesichts eines hektischen Berufsalltages nicht zu leisten.

Die Lösung

Wir möchten den Menschen aufzeigen, dass ein Verzicht auf Konsumismus die Lebensqualität steigern kann. Das bedingt Bildungs- und Informationsangebote, aber auch den Aufbau einer Infrastruktur, um heute schon nachhaltig leben zu können.

ganzheitlich nachhaltig

Die meisten Menschen verbinden Nachhaltigkeit mit der Herstellung und dem Verbrauch von Produkten. Nachhaltig zu leben bedeutet, das komplette Denken und Handeln an den Folgen für Mensch und Umwelt auszurichten. Ein Bewusstsein für nachhaltigen Umweltschutz kann nur entstehen, wenn wir die Vielschichtigkeit von Nachhaltigkeit aufzeigen, in unserem Tun vorleben und zum Nachahmen und Weiterentwickeln alternativer Handlungsoptionen anregen.

sozial nachhaltig

Der Mensch war vor allem durch seine sozialen, kommunikativen und kooperativen Fähigkeiten in der Lage sich evolutionär weiterzuentwickeln. Gemeinschaften, die auf Solidarität und Zusammenhalt basieren, waren über Jahrtausende wesentliche Voraussetzung für das Wohlergehen und die Sicherheit ihrer Mitglieder.
Unser Rezept für eine empathische Gesellschaft, in der sich jeder wohlfühlen kann, lautet: Solidarität statt Konkurrenz, Vertrauen statt Misstrauen, Wertschätzung und Umgang auf Augenhöhe statt Hierarchien, Toleranz statt Ausgrenzung. Eine Gesellschaft mit gleichberechtigten Menschen, die sich das Zutrauen entgegenbringen, dass sich jeder nach seiner Façon mit seinen Fähigkeiten zum Wohle aller einbringen kann. Das bedingt eine an der Persönlichkeitsentfaltung orientierte Bildung und eine selbstbestimmte Lebensführung, die durch die bedingungslose Bereitstellung materieller Grundbedürfnisse durch die Gemeinschaft garantiert wird. Zufriedenheit ist die Basis für ein friedliches Miteinander. In einer Gesellschaft, die jedem Menschen ein angstfreies Leben ermöglicht.

wirtschaftlich nachhaltig

Wir handeln und wirtschaften gemeinwohlorientiert in dem Wissen, dass sich das Wohl des Einzelnen immer unmittelbar aus der Qualität des Gemeinwohles ableitet. Von der Wegwerf- zur Kreislaufgesellschaft, von der individualistischen Leistungs- zur solidarischen Tätigkeitsgesellschaft, Nutzen- statt Gewinnmaximierung, Kooperation statt Wettbewerb. So erreichen wir regionale Wertschöpfung in einer intakten Natur.
Wir fördern und unterstützen solidarische Ansätze. Bei der Zusammenarbeit mit Partnern stehen nie Gewinnmaximierung oder der eigene wirtschaftliche Vorteil, sondern Synergien zum Wohle aller Beteiligten im Vordergrund. Wir streben eine Wirtschaft an, die den Menschen und ihrer Versorgung dient und mit kooperativen Modellen die Weiterentwicklung der Gesellschaft fördert. Sinnhaftigkeit und Sinnstiftung fördern die intrinsische Motivation und sind die beste Voraussetzung für effektive und erfüllende Tätigkeiten zu Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit fördern, (Selbst-)Ausbeutung verhindern, Verantwortung übertragen und selbst bestimmtes Arbeiten ermöglichen. Beteiligungs- und Lohnsysteme respektieren die Gleichwertigkeit der Menschen. Sofern Einkommensunterschiede
notwendig sind, müssen diese nachvollziehbar in einem angemessenen Verhältnis stehen, das eine breite Zustimmung erfährt.

Die Umsetzung

Der Verein

Der Verein bietet allen Menschen, die nachhaltig leben wollen, eine Plattform als solidarische Gemeinschaft. Alle Mitglieder sind gemeinschaftlich Träger der Projekte. So verteilen wir wirtschaftliche Risiken, Verantwortung aber auch den Erfolg auf viele Schultern. Aktive Mitglieder betreiben gemeinsam Nachhaltigkeitszentren (s.u.), passive Mitglieder fördern die Aktivitäten des Vereins finanziell, wenn sie aus örtlichen Gegebenheiten (Wohnort nicht im Einzugsbereich eines Zentrums) keine Möglichkeit zur aktiven Teilnahme haben. Wenn in einer Region ohne Zentrum ausreichend passive Mitglieder leben, die einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen, können diese aktive Mitglieder werden und ein Zentrum gründen, um den Zugang zu einer nachhaltigen Lebensweise für die Menschen in dieser Region zu verbessern.

Unsere Zentren für nachhaltige Lebensweise

Für die Realisierung braucht es einen konkreten Ort. Dazu betreiben wir in den Regionen mit ausreichend aktiven Mitgliedern Nachhaltigkeitszentren. Dort (er-)leben wir Gemeinschaft, bilden, versorgen und organisieren uns mit folgenden Angeboten:

Gemütliches (Spenden-)Café

Menschen sind soziale Wesen. Aus diesem Grund ist es ein existenzielles Bedürfnis sich zu treffen, sich persönlich auszutauschen, gemeinsame Aktivitäten zu planen und durchzuführen oder nur um sich in einer angenehmen Umgebung bei einem Genusstee und einem Stück selbst gebackenem Kuchen zu entspannen, im Informationsangebot über Nachhaltigkeit zu stöbern, ein interessantes Buch zu lesen oder einfach zu ratschen. Und hier wollen wir natürlich auch viele Feste feiern.

Bildungseinrichtung

Nachhaltigkeit erfordert Wissen. Dieses wollen wir mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Filmvorführungen u.v.m allen Menschen der Region anbieten. Neben diesen konkreten Veranstaltungen entwickeln wir praktikable Bildungskonzepte für Erwachsene und Schüler der unterschiedlichen Schularten.

Kompetenzquelle

Eine nachhaltige Lebensweise erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. Mobilität, Energie, Wohnen, um nur einige zu nennen, sind komplexe Infrastrukturbedarfe, die viel Potenzial bieten. Wir wollen kompetenter Ansprechpartner oder Mitwirkender bei der Entwicklung und Gestaltung von intelligenten Lösungsansätzen sein.

Versorgungsquelle

Die schnellste und wirkungsvollste Maßnahme ist die Umstellung des eigenen Konsums auf nachhaltige Produkte. Dazu organisieren wir uns als Einkaufsgemeinschaft, die nur Produkte anbietet, die strengen ethischen und ökologischen Kriterien entsprechen:

– da Gesundheit unser höchstes Gut ist, bieten wir ausschließlich ökologisch produzierte Lebensmittel an,
– regionale Produkte/Alternativen haben Vorrang,
– es gibt keine Doppelung von Produkten, wir wählen das jeweils Beste aus,
– wir bewerten ausschließlich die Qualität der Produkte, der Preis ist das letzte Kriterium,
– wir verzichten auf Produkte, die mit dem Flugzeug transportiert werden,
– wir überprüfen bei der Produktauswahl immer die Notwendigkeit hinsichtlich unserer (Wohlstands-)Ansprüche,
–wir bevorzugen Lieferanten, die nach den Gemeinwohlprinzipien arbeiten.

Beste Produkte an einem Ort, die aus der Versorgung ein neuartiges Erlebnis machen:
Einkaufen mit gutem Gewissen, ohne sich Gedanken machen zu müssen.

Wandelnetzwerk

Wir verstehen uns als Teil eines Netzwerks von Organisationen, Initiativen und Menschen, die sich für den sozial-ökologischen Wandel engagieren. Über den Austausch und die Kooperation mit diesen Akteuren fördern und stärken wir eine nachhaltige Region.
Über die skizzierten Maßnahmen hinaus gibt es zahllose Aktivitäten, die Nachhaltigkeit fördern können: Tausch- und Gebrauchtwarenbörsen, Reparaturmöglichkeiten, Sharingmodelle, Selbstversorgung aus solidarischen Landwirtschaften, gemeinsame Verwertung von Lebensmittelüberschüssen bei Einmachaktionen u.v.m. Der Kreativität unserer Mitglieder sind dabei keine Grenzen gesetzt. 

  

Wie wir arbeiten

Wir legen offen, wie wir arbeiten, mit wem wir kooperieren und warum gewisse Produkte in unserem Sortiment
sind und manche eben nicht, denn Transparenz hat für uns den höchsten Stellenwert.

Unsere Ausschlusskriterien

In unseren Zentren angebotene Produkte stammen aus biologischer Landwirtschaft mit anerkannten Standards. Nur so werden unsere natürlichen Ressourcen, wie Wasser, Boden & Artenvielfalt, geschützt und gesunde Lebensmittel nachhaltig produziert. Wir fördern den ökologischen Landbau, wo wir können. Aufgrund des um über Faktor 100 größeren CO2-Ausstoßes gegenüber anderen Transportmitteln, schließen wir Produkte, die in einem Schritt ihrer Wertschöpfungskette per Luftfracht transportiert wurden, aus.

Unsere Aufnahmekriterien

Gemeinwohlorientierung

Potentielle Händler und Partner, die bereits eine Gemeinwohlbilanz aufgestellt haben, sind auf dem richtigen Weg. Denn hier werden Unternehmen im Detail in den Bereichen Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz und Mitentscheidung analysiert und geprüft. Wir kooperieren mit Partnern, die schlichtweg anständige Arbeitsbedingungen haben und nicht auf Ausbeutung und Profitmaximierung setzen.

Grundversorgung

Artikel und Produkte, die der Grundversorgung dienen, haben grundsätzlich Priorität. Schnick-Schnack, den Die Welt nicht braucht, hat bei uns keinen Platz. Zur Grundversorgung zählt alles, was existenziell zur Erhaltung unserer Vitalfunktionen beiträgt.

Ökologie

Wir legen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften auf allen Stufen der Wertschöpfungskette – Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel – mit geringstmöglichem Verbrauch an nichterneuerbarer Energie zur Schonung des Ökosystems und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Alles was bei uns über den Tresen läuft, hat keine synthetischen Düngemittel oder Pestizide gesehen uns stammt aus gentechnisch unverändertem Saatgut.

Regionalität

Hier wird der Transportweg zwischen Erzeugungsort und Darbietungsstätte unter die Lupe genommen. Unter „regional“ verstehen wir eine Distanz von bis zu 100 km zum jeweiligen Zentrum. Je näher, desto besser schneidet ein Produkt in unserem Bewertungssystem ab.

Saisonalität

Der Saisonkalender für Obst und Gemüse liegt uns sehr am Herzen. Leider gerät er in Vergessenheit, weil Tomaten das ganze Jahr über im Supermarktregal liegen. In unserer Frischetheke sollen primär frische Bio-Produkte aus der Region landen. Lagerfähiges, das über die Saison hinaus angeboten werden kann, soll ebenfalls regionalen Ursprungs sein.

Verpackung & Verpackungseinheit

Klar, wir bieten unverpackte Ware an. Und dennoch werden die Produkte nicht lose geliefert. Welche Verpackung zum Einsatz kommt und wie die Verpackungseinheit ausfällt hängt vom Produkt aber auch dem Händler ab. Beispielsweise kommen häufig Pfandbehälter zur Anwendung, jedoch werden Gewürze aufgrund ihres hohen Ölgehalts meist in Papiersäcken mit Folienauskleidung geliefert.

 

Wir Holen die Gesellschaft von Morgen ins Heute!

Die Mitglieder der Gemeinwohl-Gesellschaft streben eine maximal nachhaltige Lebensweise an. Mit der praktischen und konkreten Umsetzung von nachhaltigen Lösungen zeigen wir, was heute schon möglich ist. Wir wollen durch Taten überzeugen und viele Menschen anstecken, bei uns mitzumachen. So können wir zum Leuchtturmprojekt für andere und die Keimzelle einer nachhaltigen Gesellschaft werden.

Bleib auf dem Laufenden…

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